Lesung & Gespräch mit Natascha Strobl: Radikalisierter Konservatismus. Eine Analyse

online 02.03.2022
19:00 - 21:30 Uhr Zoom kostenlos
©Bild Natascha Strobl: Nurith Wagner-Strauss/Suhrkamp Verlag

©Bild Sebastian Friedrich: Lidija Delovska

In Online-Foren finden sich immer wieder auch gezielt gestreute Hasskommentare unter dem Deckmantel einer demokratischen Meinung. Auch die traditionell konservativen Parteien werden von Radikalen regelrecht gekapert, man denke nur an die US-amerikanischen Republikaner oder die Österreichische Volkspartei unter Sebastian Kurz.

Die rhetorischen und politischen Strategien der Rechtskonservativen untersucht Natascha Strobl in ihrem Buch Radikalisierter Konservatismus. Sie zeigt, wie diese Ressentiments bedienen, um ihre Anhängerschaft zu mobilisieren oder eigene Narrative erschaffen und Kritik als Fake News abtun. Statt inhaltlicher Auseinandersetzung suchen sie die Konfrontation. In ihren eigenen Parteien reduzieren sie die Demokratie, setzen auf kleine Beraterzirkel und Personalisierung. Dabei greifen sie, so Strobl, immer wieder auch auf die Methoden rechtsradikaler Bewegungen und Organisationen zurück, so dass rechter Konservatismus und Rechtsextremismus kaum mehr unterscheidbar sind.

Über dieses Thema wollen wir mit ihr sprechen.

Natascha Strobl, geboren 1985 in Wien, ist Politikwissenschaftlerin und Publizistin. Sie schreibt unter anderem für den Standard, Zeit online und die taz. Auf Twitter veröffentlicht sie unter #NatsAnalyse Einschätzungen zu rechter Sprache und rechten Strategien. Zuletzt erschien von ihr (mit Julian Bruns und Kathrin Glösel) Rechte Konterrevolution. Wer und was ist die Neue Rechte von heute? (2015).

Den Abend moderiert Sebastian Friedrich, Journalist, Autor und Kurator aus Hamburg. Er schreibt Bücher, Essays, Reportagen, arbeitet als Fernsehautor und macht Radiofeatures. Schwerpunktmäßig beschäftigt er sich mit der Neuen Rechten, der Entwicklung des Kapitalismus sowie Diskurs- und Klassenanalyse.

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